100 Jahre Städtepartnerschaften

Stadt feiert europäisches Freundschaftsfest

Die Vertreter der Partnerstädte bestärkten ihre Freundschaft (v. l.): Jörg Lange aus Malchin, Francis Vincent aus La Couronne, Bürgervorsteher Markus Müller, Renate Wilms-Marzisch, Andrew Tubb und Sabrina Dixon aus Cirencester, Bürgermeister Ralf Hoppe und Marek Sarnowski aus Pasłęk © Bettina Görke

"Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft durch viele weitere Begegnungen und Aktionen aktiv an einem gemeinsamen europäischen Haus bauen können“, sagte Renate Wilms-Marzisch, Vorsitzende des Partnerschaftsvereins © Bettina Görke

Als Erinnerung an den Abend schenkte Renate Wilms-Marzisch allen Teilnehmern eine Kachel mit den vier Partnerstädten. © Bettina Görke

Itzehoe (bg) – Mit einem großen europäischen Freundschaftsfest feierte die Stadt Itzehoe die runden Jubiläen der Städtepartnerschaften – zusammengerechnet 100 Jahre. Im Detail sind das 30 Jahre Jahre mit Malchin, 30 Jahre mit Pasłęk und 40 Jahre mit Cirencester. „Ziel war und ist es, interessierte Gruppen, Vereine, Institutionen und Einzelpersonen – kurz die Bürger der Partnerstädte durch direkte Kontakte einander näher zur bringen, damit sie einander besser verstehen lernen“, sagte Renate Wilms-Marzisch bei ihrer Rede und freute sich über die zahlreichen Besucher aus allen vier Partnerstädten.

„Die Tatsache, dass Städte in der Ukraine durch russische Bomben und Raketen zerstört werden und die Zivilbevölkerung einem unfassbaren Leid ausgesetzt ist, macht uns fassungslos. Aber gerade in diesen Zeiten setzen wir mit einem europäischen Freundschaftsfest ein Zeichen“, sagte Bürgervorsteher Markus Müller beim Festakt des Europäischen Partnerschaftsfestes im Theater Itzehoe. Eingeladen waren Vertreter aller Partnerstädte: aus Malchin in Mecklenburg-Vorpommern, La Couronne in Frankreich, Pasłęk in Polen und Cirencester in England.

Gründe zu feiern gab es gleich mehrere. So jährten sich die Partnerschaften zu Pasłęk und Malchin im Frühjahr 2020 zum 30. Mal – damals mussten die Feierlichkeiten wegen der Corona-Pandemie ausfallen. In diesem Jahr kommt nun ein weiteres Jubiläum hinzu: 40 Jahre Städtepartnerschaft mit Cirencester.

In ihrer Rede erinnerte Renate Wilms-Marzisch, Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, an so einige Anekdoten der letzten Jahrzehnte. Geradezu legendär sei die erste Beteiligung von Aileen Calvert am Weinfest geworden. Mit Sondergenehmigung hatte die ehemalige Bürgermeisterin von Cirencester 500 steak and kidney pies eingeführt. Auf dem Weinmarkt fand sie jedoch kaum Abnehmer, weil die Menschen mit den mit Rindfleisch und Nieren gefüllten Blätterteigtaschen nichts anfangen konnten. Oder als die Vertreter aus Malchin auf ihrer ersten Erkundungsfahrt nach Itzehoe mit ihrem Auto bei Bad Segeberg in den Graben rutschten. „Über die ersten Vorbereitungsgespräche mit Pasłęk weiß ich nur, dass mit später werdender Stunde der Wodka immer mehr floss und man sich in den Gesprächen immer näher kam, je mehr die Zunge gelöst wurde. Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft durch viele weitere Begegnungen und Aktionen aktiv an einem gemeinsamen europäischen Haus bauen können“, schloss sie ihre Rede.


Durch die vielen Begegnungen in den letzten Jahrzehnten haben alle fünf Städte ein enges Verhältnis zueinander aufgebaut und so hatte der Itzehoer Partnerschaftsverein eine Fliese vorbereitet, die allen Gästen als Erinnerung an den Abend überreicht wurde. Beim gemeinsamen Abendessen und den Aktionen im Laufe der Woche kamen sich die Vertreter der Städte näher oder pflegten alte Kontakte.

Markus Müller schloss mit einem Ausblick in die Zukunft: „Mir schwebt vor, eine Städtepartnerschaft auch mit einer Stadt in der Ukraine abzuschließen. Dieses momentan durch den Krieg gequälte Land wird im Frieden für den dann anstehenden Wiederaufbau jeden Freund bitter nötig haben.“

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