Lockdown wird länger und härter

Bund und Länder haben sich auf verschärfte Maßnahmen bis zum 31. Januar geeinigt

Kiel (tc) – Bevor es besser wird, wird es erst noch einmal schlimmer: Bund und Länder haben am Dienstag beschlossen, dass der bestehende Lockdown bis zum 31. Januar verlängert wird. Mehr noch: Die Kontaktbeschränkungen werden noch einmal verschärft. Ab dem 11. Januar gilt für private Zusammenkünfte, dass sich ein Hausstand nur noch mit einer Person eines weiteren Haushalts treffen darf. Grund sei zum einen die hohe Auslastung der Krankenhäuser, zum anderen die Virusmutation, begründete Kanzlerin Angela Merkel diesen Schritt. Und: In Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gilt eine Einschränkung des Bewegungsradius von 15 Kilometern um den Wohnort, sofern kein triftiger Grund vorliegt.

Schulen und Kitas bleiben ebenfalls bis zum 31. Januar geschlossen, bis auf eine Notbetreuung. Für Abschlussklassen soll es eine Präsenzmöglichkeit geben, wie genau diese aussehen kann, werde für Schleswig-Holstein Bildungsministerin Karin Prien am Mittwoch mitteilen, sagte Ministerpräsident Daniel Günther. Er betonte, dass die Länderchefs bezüglich der Bestellung der Impfstoffe hinter der gemeinsamen EU-weiten Lösung stünden. Er wisse aber auch, dass es im Moment zu wenig Impfstoff gebe. „Das ist jetzt nun mal so“, sagte Günther, aber es bestehe Aussicht darauf, dass es bis zum Sommer Impfangebote für alle geben könnte. „Es ist aber sensationell schnell, dass wir jetzt überhaupt schon mit den Impfungen beginnen können.“ Es sei doch besser, jetzt schon anzufangen, bevor erst in drei Monaten angefangen werden könne, warb der Ministerpräsident um Verständnis dafür, dass das Impfen im Moment noch langsam anläuft.

Günther hoffe auf eine deutliche Senkung der Inzidenzzahlen bis Ende Januar, so dass ab Februar erste nennenswerte Öffnungen möglich sein könnten, die in einem Stufenplan festgelegt werden sollten. Damit diese aber auch von Dauer sein könnten, müsse die Inzidenz nicht nur knapp unter 50 liegen, sondern bestenfalls unter 25, machte Günther deutlich.
Stand 5. Januar, 20:12 Uhr, liegt der Inzidenzwert für Schleswig-Holstein bei 76,3.

Am 25. Januar werden Bund und Länder erneut über weitere Schritte beraten.

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