Moin Jobfinder

Fliegerbombe im Barmstedt erfolgreich entschärft

Bürger können in ihre Wohnungen zurückkehren

Die Polizei hat den gesperrten Bereich wieder freigegeben. (Symbolfoto: Pixabay)

Barmstedt (jhf) Die Entwarnung kam um 12.34 Uhr: Der Kampfmittelräumdienst hat am Freitag, 17. Mai, in Barmstedt eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Die etwa 2100 evakuierten Bürger können wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, teilte die Polizei mit. Verletzt wurde niemand.

950 Haushalte evakuiert

Bauarbeiter hatten die fünf Zentner schwere Bombe am Montag, 13. Mai, bei Baggerarbeiten in den Neubaugebiet Jittkamp in der Straße Bei den alten Eichen gefunden. Der Sprengkörper wurde zunächst mit einem Sandhaufen bedeckt. Am Freitag sperrte die Polizei einen Bereich mit einem Radius von etwa 500 Metern um den Fundort. Ab 8 Uhr mussten die Einwohner aus 950 Haushalten das Wohngebiet verlassen.

Einsatz einer Wasserstrahlanlage

Die Bombenentschärfer nahmen ihre Arbeit um 9.30 Uhr auf, die gut zwei Stunden dauerten. Als die Experten feststellten, dass sie den Zünder manuell nicht herausdrehen konnten, setzten sie eine Wasserstrahlanlage ein, mit der sie die Bombe aufschnitten.

Bürgermeisterin dankt 217 Einsatzkräften

"Für Barmstedt war dies ein Einsatzgeschehen, das wir in dieser Größe in der jüngeren Vergangenheit noch nicht gehabt haben", sagte Barmstedts Bürgermeisterin Heike Döpke. Sie war als Einsatzleiterin in der Einsatzzentrale in der Feuerwache Marktstraße vor Ort, berichtete die Polizei. "Mein großer Dank gilt den Barmstedterinnen und Barmstedtern, die super mitgemacht haben, besonders danken möchte ich den zahlreichen Einsatzkräften, die hier hervorragend und sehr effektiv zusammengearbeitet haben." Insgesamt 217 Retter waren im Einsatz, darunter Polizei, Feuerwehr, THW, DRK und DLRG sowie Mitarbeitende der Stadtverwaltung.

100 Menschen nutzten Notquartiere

Die Stadt hatte die von der Evakuierung betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner mit Handzetteln und über die Homepage der Stadt informiert. Am Freitagmorgen zogen 50 sogenannte Klingel-Trupps durch die Straßen, um zu gewährleisten, dass die Häuser wirklich geräumt waren. Pflegebedürftige erhielten Zuflucht in der Gemeinschaftskirche, alle anderen konnten die Zeit bei Bedarf in der Jugendbildungsstätte überbrücken. Insgesamt rund 100 Personen nutzen diese Angebote.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass bei der Aktivierung des Magazins eine Verbindung zum Anbieter Yumpu aufgebaut wird und Daten übermittelt werden.

Veranstaltungen