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Tag der offenen Tür und Werkstattgespräch

KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch lädt am 11. Mai ein

Nach drei Jahren intensiver Arbeit ist die neue Dauerausstellung der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch nun fertig und seit Januar für die Öffentlichkeit freigegeben. Foto: KZ-Gedenkstätte

Kaltenkirchen/Springhirsch (anz) – Auch in Schleswig-Holstein wird im Umfeld des Gedenktags 8. Mai an das Ende des 2. Weltkriegs und die Befreiung vom Nationalsozialismus erinnert. Die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch veranstaltet aus diesem Anlass am Sonnabend, 11. Mai, einen Tag der offenen Tür auf ihrem Gelände an der Bundesstraße 4.
Nach drei Jahren intensiver Arbeit ist die neue Dauerausstellung der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch nun fertig und seit Januar für die Öffentlichkeit freigegeben. Vorausgegangen war ein langer und kreativer Prozess, an dem die Kuratorin, Béatrice Busjan, M.A., Agentur Geschichte + Kunst, Gedenkstättenleiter Marc Czichy, sowie ein Lenkungskreis aus Beteiligten der schleswig-holsteinischen Gedenkstättenlandschaft und Mitgliedern des Trägervereins maßgeblich beteiligt waren.
Ausgangspunkt für eine neue und moderne Präsentation war die Tatsache, dass die bisherige Ausstellung in Form und teilweise auch in Inhalten nicht mehr dem heuten Standard von Vermittlungsarbeit entsprach. Im Kreise der beteiligten Personen wurden Ideen für eine neue Darstellung entwickelt, kontrovers diskutiert, geändert, wieder verworfen. Am Ende kam ein sehr gutes Ergebnis heraus, das vom Team gwf-Ausstellungen technisch hervorragend umgesetzt wurde.
Die alte Ausstellung mit ihren fast 30 Thementafeln hat 20 Jahre lang gute Dienste geleistet. Aber mit den Jahren wurde immer klarer, dass wir uns nicht allein mit der Geschichte des Lagers auseinandersetzen dürfen, sondern auch die „Zweite Geschichte“, die Zeit nach dem Kriege, stärker in den Fokus nehmen müssen.
Genau das ist jetzt mit der neuen Dauerausstellung erreicht. Im neugestalteten Ausstellungsraum erfahren die Besucherinnen und Besucher alles über die Zeit des Lagers und auch, wieviel Energie in der Nachkriegszeit aufgewendet wurde, um zu vertuschen, zu verschweigen und Gras über dieses Kapitel der Geschichte wachsen zu lassen.
Deshalb wird es am 11. Mai von 11 bis 16 Uhr den Tag der offenen Tür auf der KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch geben. Um 12 Uhr lädt die Kuratorin zu einem Werkstattgespräch ein, bei dem sie detailliert auf die Konzeption der Ausstellung und seine Entstehung eingeht, Fragen der Teilnehmenden beantwortet und auch Hinweise zum neuen Bildungsraum für Vermittlungsarbeit geben wird. Während dieses Werkstattgesprächs gibt es bei Interesse der Gäste auch die Möglichkeit eines geführten Rundganges über das Außengelände der Gedenkstätte.
Der Trägerverein hoft auf rege Beteiligung. Er beteiligte sich bereits am 8. Mai in der Gedenkstätte Henri-Goldstein-Haus im Quickborner Himmelmoor an der Vorführung der Filme über Georg Richter, der Vater von Ilja Richter, sowie „Erinnerungen eines Häftlings – Pierre Vignes“.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass bei der Aktivierung des Magazins eine Verbindung zum Anbieter Yumpu aufgebaut wird und Daten übermittelt werden.

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