AktivRegion fördert Projekte mit 59.000 Euro

Holsteiner Auenland: Projektbeirat beschließt fünf neue Projekte+++weitere 96.000 Euro sind in diesem Jahr noch offen

Gefördert wird unter anderem die Arbeit des Fördervereins Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland. Foto: AktivRegion Holsteiner Auenland

Barmstedt (anz) – Der Projektbeirat der AktivRegion Holsteiner Auenland kam kürzlich zur 27. Sitzung dieser Förderperiode im Humburghaus in Barmstedt zusammen, um über fünf Anträge auf Fördermittel in Höhe von rund 59.000 Euro zu entscheiden. Im Verlauf der Sitzung ließ sich bereits das Motto der kommenden Förderperiode spüren: Im Einklang wurden alle vorliegenden Anträge einstimmig beschlossen.
Das Pinneberger Baumschulland hat sich in den vergangenen 250 Jahren zu einem Netzwerk aus etwa 300 Baumschulen entwickelt. Die Arbeit des gemeinnützigen Fördervereins Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland zeigt eindrücklich, wie faszinierend Bäume sein können und wie wichtig sie für unser Wohlbefinden und die Lebensqualität sind. Die Bedeutung für CO2-filternde und schattenspendende Bäume nimmt zu, daher werden unter bestimmten Bedingungen verschiedene Baumarten auf ihre Beständigkeit und Funktion getestet, sogenannte „Klima-Bäume“. Die Arbeit des Fördervereins soll sich aber vorerst auf einen besonderen Aspekt konzentrieren: Bildung für nachhaltige Entwicklung (kurz: BNE). Um diesem Ziel näher zu kommen, fördert die AktivRegion Holsteiner Auenland die Schaffung einer neuen Personalstelle. In der kürzlich veröffentlichen Stellenausschreibung heißt es: „Es sollen gemeinsam mit sieben Kooperationspartnern BNE-Angebote zum Thema „Pflanze, Gehölze, Baum, Baumschule, Klimawandel, Grüne Stadt“ entwickelt werden. Die Vermittlung der Bedeutung von Gehölzen für den Menschen und die Umwelt soll gestärkt werden. Die vorhandenen Ressourcen sollen ausgebaut, bestehende Angebote überprüft und weiterentwickelt werden.“ Schwerpunkt sei die Arbeit mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter. Die BNE-Angebote sollen nicht nur bei dem Förderverein Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland  im Gartenbauzentrum der Landwirtschaftskammer in Ellerhoop oder bei den Kooperationspartnern stattfinden, sondern auch mobil sein und in den Kindergärten und Schulen vor Ort umgesetzt werden. Bis zum 10. Juli können sich Interessierte direkt bei dem Pinneberger Baumschulland auf die Stellenausschreibung bewerben.
Darüber hinaus wurde die Förderung der folgenden Projekte beschlossen:
Die Stadt Barmstedt gibt die Erstellung eines Freiflächenkonzeptes in Auftrag, das den Roissy-en-Brie-Platz als verbindendes Element zwischen der Innenstadt und dem Naherholungsgebiet Rantzauer See weiterentwickelt. In das Konzept soll auch der Wohnmobilstellplatz eingebunden werden, um den Standort für Reisende attraktiver zu gestalten.
Die Gemeinde Schmalfeld plant, einen Kümmerer bzw. eine Kümmerin für die Dorfgemeinschaft einzustellen. Besonders für die ältere Bevölkerung soll diese Person eine Anlaufstelle bieten, beispielsweise zur Unterstützung bei Einkäufen, Arztbesuchen, Behördengängen oder bei Alltagsfragen.
Die Wirtschaftsförderung des Kreises Segeberg (WKS) möchte ein Tourismuskonzept erstellen lassen, welches die Arbeit des Tourismusmanagements neu strukturiert und den Tourismus auf das Leitziel „Nachhaltigkeit“ ausrichtet. Damit soll der Kreis Segeberg nicht nur für touristische Besuche, sondern auch für Tagesausflüge und als Lebensraum attraktiver und nachhaltiger gestaltet werden.
Die Gemeinde Oeschebüttel plant eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Feuerwehrhauses. Die Anlage soll nicht nur die Heizung im Gebäude selbst, sondern auch die gesamte Straßenbeleuchtung der Gemeinde mit Strom aus erneuerbaren Energien und somit autark versorgen.
Die Ausfertigung der Förderzusagen erfolgt nun wie immer durch das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR).
„Bereits jetzt können wir sehr zufrieden auf die aktuelle Förderperiode zurückblicken. Bis zum Ende des Jahres gilt es nun, noch weitere Vorhaben mit den restlichen Fördermitteln zu unterstützen“, sagt Hans-Jürgen Kütbach, Vorstandsvorsitzender der AktivRegion Holsteiner Auenland, und zeigt sich optimistisch, die verbleibenden Mittel in Höhe von 96.000 Euro im Sinne der Förderstrategie zu binden.
Die AktivRegion Holsteiner Auenland vergibt als eine von 22 schleswig-holsteinischen Vereinen dieser Art in mehreren Sitzungen pro Jahr Fördermittel, die sie für eine Laufzeit von fünf Jahren von der EU zugesichert bekommen. Die neue Förderperiode beginnt voraussichtlich ab 2023, mit einer neuen Strategie und einem vollen Fördertopf mit 2,5 Millionen Euro.
Informationen zur Förderung von Projekten in der aktuellen und in der neuen Förderperiode sind auf der Homepage der AktivRegion (www.aktivregion-holsteinerauenland.de) zu finden. Bei Fragen ist die Geschäftsstelle telefonisch unter 04821 94963230 und per E-Mail (info@aktivregion-holsteinerauenland.de) erreichbar.

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