Lenge leve Kong Freddy!

Freddy Meholm ist der neue König der Bramstedter Vogelschützengilde

Mit viel Applaus und einem Blumenstrauß wurden der neue König, der Norweger Freddy Meholm, und seine Lebensgefährtin Liv Cranner von „ihrem Volk“ begrüßt. Fotos: Straehler-Pohl

Achtmann und künftiger Öllermann, Dag Meholm (li.), freute sich, seinen Vater, Freddy Meholm (Mitte) mit seiner Lebensgefährtin Liv Cranner als neues Königspaar begrüßen zu können. Dr. Florian Schiefer (re.) gab nach drei Jahren seine Königskette ab und gratulierte seinem 84-jährigen Nachfolger als einer der ersten.

Durch Hauptmann Clemens Moritz (re.) wurde der neue Leutnant Stefan Gärtner an der offenen Lade vereidigt.

Tobias Albrecht (li.) wird von Öllermann Jörn-Teja Gerke zum neuen Jüngsten verpflichtet.

Die Mitglieder der Fahnensektion, Erik Baldauf (li.) und Torsten Lemke (Mitte) begrüßten den neuen Vogelträger der Fahnensektion, Christoph Schroedter (re.) in ihren Reihen.

Bad Bramstedt (usp) - Um 17.40 Uhr fiel am gestrigen Dienstag beim Schießen der Vogelschützen der Vogel von der Stange. Doch um den Namen des neuen Königs wurde noch eine gute Stunde ein Geheimnis gemacht, um die Spannung noch ein wenig aufrecht zu erhalten.
Danach waren aber selbst alterprobte Schützen „von den Socken“. Der 84-jährige Freddy Meholm, der Vater von König Dag des Jahres 2010, wurde neuer König. Das Außergewöhnliche ist, das Freddy Meholm Norweger ist und auch in dem Land lebt. Gleichwohl ist er Schützenbruder. „Als ich 2010 König wurde und meine Königsreise mit dem Vorstand in mein Heimatland machte, bekam mein Vater den ersten unmittelbaren Kontakt“, erklärt sein Sohn Dag. Dabei sei er Mitglied geworden und reist seitdem sogar jedes Jahr zum Fest der Vogelschützen. „Der hat richtig Spaß dabei“, so Dag Meholm.
„Ich bin vollkommen überrascht und es ist mir eine Ehre, in Bad Bramstedt König zu sein“, meinte der 84-Jährige, nachdem er realisiert hatte, was das diesjährige Schützenfest aus ihm gemacht hat. Danach gab er zunächst einmal eine Zeltrunde aus.
Nach den Regularien des Vereins wird aber nicht der König, der den Vogel abschießt. Vielmehr wird nach einem „streng geheimen“ Verfahren ein anderer Schütze bestimmt, dessen Treffer den Ausschlag für die Königswürde einer bestimmten Person gibt. Dieses Jahr war es Philipp Schmidtbauer, der den Treffer landete. Eine kleine Sensation ist, dass der IT-Experte erst gut eine Stunde vorher an der Lade als Gildemitglied aufgenommen wurde. „Außer auf dem Oktoberfest oder dem Rummel verfüge ich kaum über Schießerfahrung“, meinte der völlig verblüfte Königsmacher.
Stimmung war aber bereits den ganzen Tag im Zelt im Herrenholz, in dem in diesem Jahr alle Veranstaltungen stattfinden – außer dem Kommers. Dieser fiel aus. Aufgrund der noch immer hohen Covid-Fallzahlen und dem nicht weit entfernten Ukraine-Krieg habe man das Fest dieses Jahr begrenzt, so die Erklärung des Gildevorstands.
Am Anfang des Tages müssen sich die „gemeinen Schützen“ sich den gestrengen Augen des Hauptmanns Clemens Moritz beim Kleiderappell stellen. Und der hat den Blick für das Wesentliche: der Adler auf der Krawatte wurde nicht sichtbar getragen, das Jackett war zweireihig, die Socken gar bunt, die Schuhe aus Wildleder, das Grün an Hut oder Raver war falsch angesteckt oder hatte einer der Gildbrüder gar ein „verschelmtes Lächeln“ aufgesetzt…alles wurde sofort mit Minuspunkten „geahndet“.
Anschließend wurden die ersten Posten, wie jedes Jahr, getauscht. So wurde Christoph Schroedter neuer Vogelträger, neuer Leutnant Weddelbrooks Bürgermeister Stefan Gärtner. Außerdem wurde Tobias Albrecht mit seiner Vereidigung zum Jüngsten neu in den Vorstand aufgenommen. Ein weiterer Wechsel erfolgt im Verlaufe des Festes durch  Achtmann Dag Meholm, der zum Öllermann aufsteigt.

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