Grundschule hatte doppelten Grund zum Feiern

Grundschule am Bahnhof feierte 50-jähriges Bestehen und die Erweiterung

Mit farbenfrohen Kostümen feierten die Jahrgänge das 50-jährige Jubiläum ihrer Grundschule. Fotos: Straehler-Pohl

Alle Klassenstufen machten optisch und musikalisch eine Zeitreise, die beim Beginn der Grundschule vor 50 Jahren startete.

Schulleiterin Katja Walter und der CDU-Landtagsabgeordnete Ole-Christopher Plambeck hatten offensichtlich auch ihren Spaß an der Veranstaltung.

Bad Bramstedt (usp) – Allen Grund zum Feiern hatte jetzt die Grundschule am Bahnhof. Zum einen kann sie auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Zum anderen wurden nach dreijähriger Planung und 18-monatiger Bauphase die Erweiterung, Sanierung sowie der Einbau von zwei Fahrstühlen offiziell eingeweiht.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Jubiläum der Schule. Dabei erwies sich wieder einmal, dass Kinder auch in der heutigen Zeit noch begeistert werden können. Bereits bei dem Vorgänger von Schulleiterin Katja Walter, Volker Brüchmann, stand das Singen und Musizieren ganz hoch im Kurs. Bei Katja Walter wird diese Tradition fortgesetzt und ausgebaut. Und so war jede Schulklasse mit eigenen Gesangsauftritten sowie mit Tanzeinlagen dabei. Die Begeisterung der Kinder bei ihren Auftritten war unübersehbar und hörbar ansteckend. Gegen Ende des Festes ging es noch auf eine musikalische Reise ab 1972, dem Gründungsjahr der Grundschule. Songs der Beatles, von Elvis und Abba, Michael Jackson oder Nena klangen über den Schulhof. Eingeübt hatte die Auftritte die an der Boostedter Grundschule tätige Musikpädagogin Mona Stelzner. „Toll, bei ihr ist kein Kind abgesprungen“, freute sich Katja Walter. Doch nicht nur die Kinder, sondern auch die überraschten Eltern brachte Stelzner über eine Strecke musikalisch in Schwung. Kaum jemand aus dem rund 400-köpfigen Publikum blieb ruhig auf den Plätzen sitzen, als es von Stelzner temperamentvoll mitgenommen wurde, während die Kinder dieses Mal die Zuschauer waren.
Ein besonderer Tag dürfte es auch für Lenja aus der Klasse 2b gewesen sein. Sie erhielt ein aus mehreren einhundert Kehlen geschmettertes Lied zu ihrem achten Geburtstag.
Darüber hinaus hatten viele fleißige Eltern für ein umfangreiches und leckeres Buffet und Kuchenbuffet gesorgt. Und so blieben viele Besucher auch über das offizielle Ende des Jubiläums hinaus noch auf dem Schulhof zum Klönen und Gemeinschaft pflegen. Immer wieder wurden die Kinder und Lehrerinnen sowie das Schulpersonal gelobt, weil sie mit viel Liebe zum Gelingen des Festes beigetragen haben.
Als Schulstandort wurden die heute denkmalgeschützten Gebäude allerdings deutlich länger als 50 Jahre genutzt, zuletzt, bis 1972, als Gymnasium. Neben der ständigen Fortentwicklung pädagogischer Konzepte, galt es insbesondere auch, die notwendigen räumlichen Kapazitäten für die mittlerweile rund 230 Schüler zu schaffen. Als weiteres Ziel sollte die Barrierefreiheit für den gesamten Komplex hergestellt werden.
Ab dem Jahr 2018 ging es in die Planungsphase, die sich aus verschiedenen Gründen als schwierig für die Segeberger Architektin Jana Schmidt und die vielen Beteiligten aus Verwaltung und Elternschaft erwies. Das lag besonders daran, dass das rechts liegende, aus dem Jahr 1912 stammende Gebäude unter dem Gesichtspunkt des Denkmalschutzes mit dem links aus den 70er-Jahren stammenden Gebäude verbunden werden musste. Nur so konnte unter den Auflagen des Denkmalschutzes zusätzlicher Raum geschaffen werden.  Herausgekommen ist der mit grauen Platten verkleidete Mittelbau mit einem Flachdach zwischen zwei rot verklinkerten Gebäuden mit Ziegeldach. Auf diese Lösung angesprochen, antwortete die Architektin zurückhaltend: „Das war ein Prozess.“
Innen erwartet die Schüler ein heller Bereich mit ansprechenden Farben und einer modernen Ausstattung. In der oberen Etage des Verbindungstraktes wurde ein Klassen- und ein Musikraum untergebracht. Im unteren Geschoß befinden sich Sanitärräume für Lehrer und Kinder sowie ein Raum für den Hausmeister.
Um im Sinne von Inklusion alle Bereiche der Schule erreichbar zu machen, mussten aufgrund der baulichen Gegebenheiten jeweils ein Fahrstuhl im Altbau und einer im Verbindungstrakt eingebaut werden. Allein die Kosten für den Einbau der Fahrstühle und die damit verbunden baulichen Maßnahmen beziffert Architektin Schmidt auf rund 200.000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Baumaßnahmen, die im Zwischenbau 350 zusätzliche Quadratmeter an Nutzfläche bringen, nach Schmidts Angaben auf rund 1,7 Millionen Euro.
Doch mit dieser Investition soll der Ausbau der Schule noch nicht abgeschlossen sein. „Dringend notwendig ist noch die Umgestaltung des Schulhofes, Räume für die offene Ganztagsschule und eine Turnhalle in der notwendigen Größe einer zwei- bis dreizügigen Schule“, nannte Katja Walter als Zukunftswünsche.
Bürgermeisterin Verena Jeske brachte noch eine Schulkantine ins Gespräch und nutzte die Gelegenheit, dem anwesenden CDU-Landtagsabgeordneten Ole-Christopher Plambeck  für die Landesregierung nach Kiel mitzugeben, die Schulen mit ausreichendem Personal auszustatten, um mit der für das Jahr 2026 verpflichtenden Ganztagsschule starten zu können.


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