Weinfest auf dem Prüfstand

14.09.2018

Stadtmanagement stellt Überlegungen an, mit der Veranstaltung auf die Malzmüllerwiesen umzuziehen

Immer weniger Standbetreiber, immer höhere Kosten. Das Stadtmanagement als Veranstalter des Weinfestes im Rahmen der Itzehoer Woche kämpft mit immer größeren Lücken zwischen den Spielorten und überlegt, der Traditionsveranstaltung eine neue Struktur zu geben. Foto: Schreiber

Itzehoe (tc) – Einmal im Jahr sorgt das Stadtmanagement mit der Itzehoer Woche für einen großen Festakt in der Stadt. Flohmarkt und Kindertag sind Selbstgänger, „beim Kindertag ist auch noch Luft nach oben und wir werden ihn erweitern“, kündigte Stadtmanagerin Lydia Keune-Sekula in ihrem Jahresbericht bei der Jahresversammlung des Vereins „Wir für Itzehoe“ an. Aber: Das Weinfest beschrieb sie als echtes Sorgenkind. „Es gibt immer weniger Standbetreiber, die bereit sind, für einen Abend aufzubauen – und vielleicht sogar Wein zu verkaufen. Dafür steigen aber sämtliche Kosten“, so Keune und nannte Sicherheitsfirmen, Entsorgung und Reinigung als Beispiele. Die Lücken zwischen den einzelnen Spielorten würden immer größer, nächstes Jahr werde zudem der Rathausinnenhof nicht mehr von der Tanzschule Giesen bespielt.
„Wir stellen derzeit lockere Überlegungen an, ob es Sinn macht, das Weinfest auf einen Standort zu konzentrieren: die Malzmüllerwiesen.“ Beim Max-Giesinger-Konzert hätten 12.000 Leute dort gefeiert – und das nur auf einem Teil der Fläche, da eine Hälfte für den provisorischen ZOB genutzt wurde.
„Es ist noch nichts in Stein gemeißelt und es sind noch viele Fragezeichen und Klärungen offen. “, so Keune. „Aber manchmal muss man auch mal was Neues wagen.“
Ob die Verlegung schon für nächstes Jahr greifen könnte, ließ die Stadtmanagerin offen. „Erst müssen alle Rahmenbedingungen wie Sicherheitskonzept und Zustimmung der Umweltabteilung geklärt werden.“

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