Highspeed für die Schulen

13.01.2018

Wolfgang-Borchert-Schule ist eine der ersten Schulen, die landesweit ans Glasfasernetz angeschlossen werden

Der Digitalisierungsminister hatte leichte Probleme, den Anschluss zu finden. Mit Brille ging‘s besser. Fotos: Claaßen

Anschluss an die Zukunft: Karin Prien, Robert Habeck, Johann Bizer (Vorstandsvorsitzender Dataport) und Schulleiter Scven-Eric Leisner gaben den Startschuss für das schnelle Internet an Schleswig-Holsteins Schulen.

Itzehoe (tc) – Ist das Internet zuhause zu lahm, ist das Gejaule im Kinderzimmer groß. Youtube läuft nicht, Netflix hängt und auch die Party über die Playstation macht so keinen Spaß. In der Schule hingegen ist den Kindern und Jugendlichen das schnelle Internet nicht ganz so wichtig, Hauptsache es reicht für Whatsapp, Instagram oder Snapchat. Doch auch der Schulunterricht soll im neuen Zeitalter angekommen und digitaler werden.
Dafür allerdings muss eine vernünftige Internetleistung vorhanden sein – Glasfaser ist das Stichwort. Als Modellschule für das Lernen mit digitalen Medien ist die Wolfgang-Borchert-Schule (WBS) am Freitag offiziell von Bildungsministerin Karin Prien und Digitalisierungsminister Robert Habeck ans Breitband angeschlossen worden.
Damit gibt das Land den Startschuss für sein Versprechen, bis 2020 möglichst alle Schulen an die Glasfaserversorgung anzuschließen. Alleine in diesem Jahr sollen es 200 werden, sagte Dirk Bornhöft vom zentralen IT-Management des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung.
„Wir liefern die Hardware, jetzt müssen die Schulen etwas daraus machen“, sagte Habeck, und im bundesweiten Vergleich sei Schleswig-Holstein schon sehr gut davor. Die Wolfgang-Borchert-Schule hatte bereits im Vorfeld Hausaufgaben erledigt. In jedem Klassenraum gibt es eine LAN-Dose, Das WLAN-Management wurde professionalisiert. „Im Sommer haben wir einen Stress-Test mit 350 Schülern gemacht, die sich zeitgleich ein HD-Video angeschaut haben – läuft“, sagte Lehrer Gerrit Lange. Denn die Leistung, die der Schule zur Verfügung steht, kann sich sehen lassen: Über 500 Megabit im Download und fast 100 im Upload.
Die landeseigenen Behörden und Einrichtungen nutzen ein eigenes Glasfasernetz. Die Itzehoer Gerichte waren bereits angeschlossen, so dass der nächste Knotenpunkt von der Schule ungefähr drei Kilometer entfernt am Landgericht lag. Den Zuschlag für die Umsetzung der Breitbandanbindung hatte die 1&1 Versatel erhalten.

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